emBRASSment - Kirche SZB

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Ein reich gedeckter Tisch

Noch einmal waren fast 300 Leute in die barocke St. Georgenkirche gekommen.
 
Anlass dafür war die Ankündigung des Blechbläserquintetts „emBRASSment“, die eigens aus Leipzig angereist waren. Was die Zuhörer an diesem Abend letztlich zu hören bekamen, war ein wahrhaft „geschmackvolles“ Programm. Und das im wahren Wortsinn. Denn die 5 Musiker nahmen die anwesenden Besucher mit auf eine „kulinarisch-musikalische Reise“ um die Welt.
Beginnend mit einer Bearbeitung der "Ankunft der Königin von Saba" aus Georg Friedrich Händels „Salomo“ , über Buxtehudes Präludium und Fuge in g-Moll bis hin zu 3 Arrangements aus Joseph Haydn: Die Schöpfung tischten die Bläser immer neue „Kostproben“ ihres musikalischen Gastmahls auf.
Besonders angenehm dabei waren die Moderationen des Tubisten Nikolai Kähler, der mit Sachverstand, dem nötigen Witz und seinem besonderen Charme die jeweils nächsten Stücke beleuchtete. Aber auch Christian Scholz und Lukas Stolz an der Trompete, der Hornist Andreas Grün, sowie Ensemblegründer Lars Proxa, Posaune, gaben ihr Bestes und bereicherten mit Virtuosität und Hingabe den musikalisch gedeckten Tisch.

Das sich zur Jahrtausendwende gegründete Ensemble fünf ambitionierter Leipziger Musikstudenten hat sich über die Jahre einen wohlklingenden Namen gemacht. Bis zu 50 Konzerte im Jahr geben die Musiker in Deutschland. Gastspiele führten sie aber auch nach Finnland und Schweden. Das breit gefächerte Repertoire von emBRASSment umfasst sowohl einschlägige Originalkompositionen für Blechbläserquintett als auch Arrangements von Werken aller Epochen. Dabei werden von Bach bis Bernstein, vom Kirchenchoral bis zum ABBA-Hit stilistisch nahezu alle Genres abgedeckt.
Nach der Pause erwartete die Zuhörer ein reich gedeckter Tisch jenseits des Atlantiks.
Ausschnitte aus dem Musical West-Side-Story von Leonard Bernstein waren genauso zu hören, wie 3 Tangobearbeitungen des in Buenos Aires, Argentinien, geborenen zeitgenössischen Komponisten Jose Carli.
„The Saints Hallelujah“ nannte Luther Henderson eine Bearbeitung, in dem Händels “Halleluja” aus dem “Messias” wiederkehrt und mit dem die Musiker ihr Programm eigentlich beenden wollten.            
Doch das ließen die Zuhörer des Konzertes nicht so einfach zu und animierten „emBRASSment“ zu zwei Zugaben. Der durch KMD Schubert als kleines Dankeschön gereichte „Schwarzenberger Notenbrunnen“ komplettierte den musikalisch-kulinarischen Abend und ließ Musiker und Besucher wieder im Erzgebirge ankommen.
„emBRASSment“ Leipzig – ein würdiger Abschluss des Musiksommers 2016 und einer erlebnisreichen Reise „Zwischen den Welten“.
J.L.                                                                                                                                                                                   Fotos: St. Ditter / J. Leonhardt
 
09.01.2017
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